Ein Hallo an alle,

 

Ja auch die Stimme der Frau sollte stimmen und stimmig sein.

Frauenstimme

Unsere Stimme verrät unsere männlich angelerntes Verhalten und unseren Stimmbruch. Hier kannst Du viel selber tun!

Ich meine nicht damit "tun lassen", denn wir Menschen sind bequem, und hoffen, daß Hormontabletten und eine Operation schon die komplette Frau aus uns machen.

Komm heraus aus diesem passiven Konsumentenverhalten, gestalte diese Frau, die Du so gern sein möchtest, aktiv mit!

Verlasse Dich nicht auf die Stimmband -OP, die in den seltensten Fällen zu einem befriedigenden Ergebnis führt. Oft klingt die Stimme danach eher nach einer unnatürlichen Männerstimme, ähnlich der "Micky Maus Stimme".

Warum?

Weil auch schon vor dem Stimmbruch die Stimme der Jungen von der Mädchenstimme unterscheidet. Das weibliche wie auch das männliche Sprachmuster sind ein angelerntes Verhalten, dass nur schwer abzulegen ist. Durch den Stimmbruch wird die Stimmlage etwas tiefer, Du kannst aber mit etwas Übung Deine Stimmlage wieder etwas anheben.

Das Problem ist weniger anatomisch bedingt, sondern sitzt im Kopf. Solange Du vor der Wortformung im Kopf eine männliche Stimme hörst, wird das Ergebnis immer männlich klingen. Denn die männlichen Sprachmuster haben wir gelernt und fortwährend angewendet, während über die Stimmbänder dann nur noch die Ausgabe erfolgt. Sprache, Wahrnehmung und Weltsicht gehören zusammen. So kannst Du an der Sprache weibliches Denken und Fühlen vom männlichen unterscheiden.

Wie könnte die Ausdrucksweise von Männern beschrieben werden?

Männer sprechen:

  • laut,
  • dominant,
  • aggressiv,
  • linear,
  • einfacher,
  • nicht umfassend,
  • unterbrechen häufiger,
  • emotionsloser,
  • in kürzeren Sätzen,
  • behaupten, auch wenn sie sich ihrer Aussage nicht sicher sind,
  • mehr im Imperativ und Feststellungen,
  • hierarchisch orientiert

Was unterscheidet nun die weibliche Ausdrucksweise von der männlichen?

Frauen sprechen:

  • unstrukturierter,
  • integrativ,
  • vorsichtiger,
  • benutzen häufiger Wendungen wie "vielleicht", "eigentlich"?, "ich würde vorschlagen" und nehmen sich dadurch die Überzeugungskraft;
  • leiser, in höherer Stimmlage,
  • offener,
  • verbindlicher,
  • voller Konjunktive,
  • mit Rückfragen,
  • suchen Bestätigung anderer,
  • mit mehr Fragen,
  • tendenziell unpräziser,
  • stärker affirmativ (bejahend),
  • mit mehr Emotion,
  • weichere, gemäßigte Ausdrucksweise,
  • umfassender und ganzheitlicher,
  • zurückhaltender,
  • kommunikationsfördernder,
  • mit weniger Unterbrechungen von anderen,
  • hören besser zu,
  • Frauen formulieren ihre Einschätzungen und Meinungen so, dass es anderen Personen eher möglich ist, eine Gegenposition zu vertreten

Männer leben in einer Welt, wo es um Gewinnen oder Verlieren geht, sie neigen eher zum Einzelkämpfertum. Männer geht es hauptsächlich darum, sich in einem Gespräch zu profilieren, da Konkurrenz und Statusdenken sie bestimmt.

Frauen haben ein anderes Vokabular als Männer. Bei ihnen geht es mehr um die Beschreibung von Gefühlen und Stimmungen. Sie versuchen mit ihrem Verhalten Harmonie und Gleichwertigkeit mit dem Gesprächspartner herzustellen. Frauen ist die Gesprächsatmosphäre wichtig. Aber auch die weibliche Sprechweise unterscheidet sich von der männlichen.

Männer sprechen eher mit gleichbleibender Tonhöhe, lediglich die Dynamik und Lautstärke wird verändert.

Frauen variieren ihre Tonhöhe und färben ihre Sprache sehr emotionell. Frauensprache ist eine sehr bewegte Sprache. Will eine Frau etwas betonen, dann zieht sie die Tonhöhe nach oben.

 

 

Wie kannst Du die weibliche Sprache trainieren?

Höre den Frauenstimmen zu, z.B. TV, Radio und im Leben, und erkenne die weibliche Sprechweise. Hier erkennst Du, dass die Tonhöhe zwischen Männer- und Frauenstimme häufig nicht so sehr unterschiedlich sein muss.

Trainiere Deine Stimme, in dem Du die Stimme einer Sprecherin (Radio, TV u.a.) nachsprichst.

Die tiefere männliche Stimme kann durch Übung angehoben werden. Die Tiefe der Stimme ist von der Größe des Rachenraumes abhängig, welcher von der Lage des Kehlkopfes variiert werden kann. Durch Training kannst Du Deinen Kehlkopf anheben.

Die weibliche Stimme nutzt mehr den oberen Resonanzbereich, die sog. Kopfstimme. Während Männer den unteren Resonanzbereich in der Brust benutzen, den sog. Brustton.

Welche sonstigen Hilfen gibt es?

Stimmtraining bei einer Logopädin. Mit Ihr übst Du ähnlich der oben beschriebenen Weise.

Operation des Kehlkopfes, bei der der sichtbare Teil verkleinert wird, gleichzeitig werden die Stimmbänder wieder gestrafft. Das Ergebnis ist ein kosmetisches und zusätzlich sind die tieferen Stimmlagen ausgeschaltet. Operation der Stimmbänder, die zu ca. 1/3 verkürzt werden, mit dem Ergebnis, dass die Stimme nun unnatürlich, kratzig aber immer noch männlich klingt, die besagte "Micky Maus Stimme".

Bei beiden OP - Methoden ist hinterher ein Stimmtraining zur Erreichung der weiblichen Sprechweise notwendig.

Nach einer Logopädie von 20 Stunden und jetzt nach meiner Geschlechtsangleichenden Operation muß ich was mit meiner Stimme machen.

Ich habe zwar in der Ausdrucksform eine "frauliche Stimme" nur nicht in der Tonhöhe, diese ist stark von der Tageszeit abhängig und ist auch stark von meiner " inneren" Ausgeglichenheit abhängig.

Da ich beruflich sehr viel telefoniere und meist mit " Herr" angeredet werde habe ich mich entschlossen den Weg zur Stimm-Op zu gehen.

 

 

Erste Maßnahme ist die Untersuchung vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt, dieser hat bei mir festgestellt das alles Organisch in Ordnung sei.

und mich zu der HNO-Klinik überwiesen.

 

Auch meine Logopädin gab mir eine Empfehlung für diese HNO-Klinik.

Ich habe einen Vorstellungstermin am 28.08.2002 in der HNO-Klinlk

Ich werde hier weiter berichten was ich dort erlebt habe.

Stimmerhöhung bei Transsexualität Mann zu Frau

Abgesehen von einer logopädischen Übungsbehandlung kann die störende männliche Stimme auch durch eine Operation angehoben werden:

Dabei wird das vordere Drittel bis fast die Hälfte beider Stimmlippen (=Stimmbänder) mit drei Stichen vernäht. Um den Muskelzug auf diese Nähte für 2-3 Monate zu verringern, wird in jede Stimmlippe Botulinum-Toxin eingespritzt, wodurch eine Art Lähmung in der vernähten Muskulatur entsteht.

Die Stimme klingt deshalb in dieser Phase hauchig und relativ schwach.

Insgesamt wird die Stimme um sechs Halbtöne bis zu einer Oktave angehoben. Dies entspricht der weiblichen Sprechtonhöhe. Eine logopädische Übungsbehandlung ist nach der Operation immer empfehlenswert.

 Nach etwa einem halben Jahr ist meist der bleibende Stimmklang vorhanden. In der Regel ist er klar, selten etwas kratzig oder hauchig - weil eben nicht mehr die gesamte Muskelmasse schwingen kann. Atembeeinträchtigungen treten nicht auf.

Vor der Operation ist eine phoniatrische (stimmärztliche) Untersuchung mit Videoaufnahme erforderlich. Die Kassen übernehmen in der Regel Behandlungs- und stationäre Kosten. Dauer des stationären Aufenthalts: Zwei Nächte (Donnerstag bis Samstag).

Denkbare Komplikationen

(hier bisher keine bei ca. 20 Operationen):

  • Riss einer oder aller drei Nähte (erneute Operation notwendig)
  •  
  • Stimme zu hoch (teilweise Nahtlösung)
  • Stimme zu tief (eine Naht mehr)
  • Bei der Stimmlippenverkürzung kann auch der sog. vorstehende Adamsapfel abgeflacht werden.

    männlicher Kehlkopf vor Operation

    Kehlkopf und Stimmlippen nach
    Verkürzung

    Neue Operations-Technik führt zur weiblichen Stimme

     



    Bislang waren Operationen zur Stimmanpassung höchst risikoreich. Jetzt stellten Stuttgarter Chirurgen eine neue Operationsmethode vor, bei der die Gefahr, die Stimme total zu verlieren, ausgeschaltet ist.

    Marion Holl, Autorin der TransGender-Bio-graphie "Seele im Spagat", ließ die neuartige Stimmoperation im letzten Jahr durchführen und zeigt sich sehr zufrieden mit dem Erfolg: "Ich bekomme jetzt am Telefon viele Kompli-mente für meine erotische weibliche Stimme", freut sie sich. Ihre Stimme ist immer noch tief, aber trotzdem in der Tonlage durchaus weiblich. Die neue Technik der Stimmanpas-sung ich sehr einfach: Es wird kurzum die obere Hälfte der Stimmbän- der zusammengenäht.



    Binnen etwa zwei Wochen wachsen die Stimmbänder im vernähten Bereich dann fest zusammen, wodurch sich die Grundspannung der Stimmbänder erhöht. So entsteht eine höhe-re Sprechstimme, aber der persönliche Stimm-Charakter bleibt unverändert erhalten. Sollte wirklich der Pro-zeß nicht wie geplant erfolgen, so kommt im schlimmsten Fall die bisherige Stimme zurück. Bei den bislang angewandten Operationstechnik drohte dagegen völliger Verlust der Stimme. Die Stimm-Operation wird im Stuttgarter Katharinen-Hospital statonär und unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 30 bis 40 Minuten.

    Vier Tage Klinikaufenthalt sind die Regel. Da die Operation durch ein in die Mundhöhle eingeführtes Rohr ausgeführt wird, entstehen keine äußerlich sichtbaren Narben. Etwa zwei bis drei Wochen dauert der Heilprozeß. Während dieser Zeit darf nicht laut gesprochen werden. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse sofern ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Klinik-Einweisung ausstellt.

     Durchführung der OP z.B. im Katharinen Hospital Stuttgart
    Abteilung HNO, Dr. Miethe, Postfach 102644, 70022 Stuttgart

    Die Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Plastische Operationen des KH stellt für das Fach Hals-Nasen-Ohrenheilkunde das diagnostische und therapeutische Zentrum für das Land Baden-Württemberg dar. Dementsprechend sind alle modernen Diagnose- und Behandlungsmodalitäten vorhanden. Der Klinik ist eine Stimm- und Sprachabteilung angeschlossen

     

    Leistungsspektrum

    Mittelohrchirurgie einschließlich hörverbessernde Operationen

    Chirurgie der Nasennebenhöhlen, einschließlich minimalinvasiver, endoskopisch/mikroskopischer Eingriffe

    Chirurgische Behandlung aller Kopf-Hals-Tumoren, von minimalinvasiven endos- kopischen/mikroskopischen Eingriffen mit dem Laser bis zu aufwendigen rekonstruktiven Operationen mit Einsatz modernster Operations- techniken wie zum Beispiel mikrovaskulärem Gewebetransfer

    Traumatologie

    Korrektive und rekonstruktive plastische Operationen, unter anderem Fehl- und Mißbildungen, posttraumatische Defekte

    Neurootologie

    Laser-Chirurgie mit modernsten Geräten

    Interdisziplinäre Schädelbasis-Chirurgie

    Pädiatrische Tumorchirurgie der Kopf-Hals-Region

    Trachealchirurgie

    Chirurgische Stimm-Rehabilitation Kehlkopfloser

    Interstitielle Strahlentherapie

    Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Plastische Operationen

      Ärztlicher Direktor:
    Prof. Dr. Rudolf Hagen
    Kriegsbergstraße 60
    70174 Stuttgart
    oder
    Postfach 10 26 44
    70022 Stuttgart

    Tel.: 0711 / 278-3201
    Fax: 0711 / 278-3209
    e-mail:
    hagen.hno@katharinenhospital.de

    Stimm- und Sprachabteilung
    Tel: 0711 / 278-3271

    Mein Antrag bei der Krankenkasse:

     für die Stimmerhöhung und Abflachung des Adamsapfels

     

    Techniker Krankenkasse

    Postfach 3561

    74025 Heilbronn

    z.H Herr G..............

     

     

    Antrag auf stimmangleichende Operation,

     

    Diagnose: Männliche Stimme bei Transsexualität Mann zu Frau,

                     Vorspringende Prominentia laryngis

     

     

    Sehr geehrter Herr G..............,

     

    Am 28.08.2002 hatte ich den Untersuchungstermin wegen der Indikation Stimmangleichende Operation in der HNO-Klinik Katharinenhospital Stuttgart bei Dr. med. E. Miethe.

    Nach eingehender Untersuchung wurde auch von Dr. med. E. Miethe die Indikation zur stimmangleichenden Operation gestellt.

     

    Nach der Geschlechtsangleichender Operation muss auch das sekundäre Geschlechtsmerkmal Stimme angeglichen werden durch eine Stimmlippenverkürzung mit einer Modifikation der Methode nach Wendler –Epithelisierung der Stimmlippen und anschließende Synechie . Gleichzeitig wird eine Reduktion des Adamsapfels notwendig.

     

    Da ich selbst an diesem jetzt  sekundären Geschlechtmerkmal Stimme und das Adamsapfels  physisch und psychisch leide, brauche ich diese Operative Maßnahme um in der Öffentlichkeit als Vollständige Frau akzeptiert zu werden.

     

    Auch Gespräche mit der Geschäftsleitung in meiner Firma haben das bestätigt das ich mit meiner „alten Stimme“ und der „ neuen Optik“ nicht für den allgemeinen Geschäftsverkehr mit Kunden und Lieferanten  zumutbar bin und auch Sie wünschen hier eine Anpassung der Stimme um Probleme mit Kundschaft zu vermeiden.

     

    Ich füge das HNO-ärztliche Attest vom 29.08.2002 bei und hoffe auf zügige Bearbeitung und auf ein positiven Bescheid um mir schnellstmöglich einen uneingeschränkten Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

     

    Alexandra B......

     

     

     

     

    Rückantwort der Technikerkrankenkasse 11.10.2002

     

    Betr. Stimmangleichende Op bei Mann zu Frau Transsexualität

     

    Sehr geehrte Frau B..........

     

    Das Gutachten des medizinischen Dienstes liegt vor.

     

    Ich freue mich, dass ich Ihnen mitteilen kann, das die Entscheidung des MDK positiv ausgefallen ist.

     

    In der Anlage erhalten Sie die Kostenübernahmeerklärung zur Vorlage beim Katharinenhospital in Stuttgart.

     

    Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Operation.

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    Ihre Krankenkasse

    Der OP- Termin

     ist auf den 18.11.2002

    festgelegt

     

     

     

    Stimmband –Op. mit Abflachung des Adamsapfels,

     

    Termin für diesen Eingriff war der 18.11.2002 und die eigentliche Op. Am 19.11.2002.

     

    Ich hatte einen Aufnahmetermin am 18.11.2002 um 9:00 Uhr. Da ja Stuttgart für mich hier in Öhringen nur 50 km entfernt ist werde ich die Anfahrstrecke mit dem PKW und der S-Bahn zurücklegen.

    Dieser Teil des Katharinenhospitals ist nach Bad-Cannstatt ausgelagert und sehr gut mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof Stuttgart zu erreichen, Nur 3 Stationen in Richtung Stgt.-Fellbach und der Rest kann dann per Fuß erreicht werden.

     

    Montag 18.11.2002

     

    So war ich pünktlich um 9:00 Uhr in der Klinik ein etwas älteres Krankenhaus. Anmeldung zur stationären Aufnahme im 2. Stock und dort bitte gleich den Erfassungsbogen ausfüllen.

    Herzliche Begrüßung in der Aufnahmestelle und Erfassung der Patientendaten Plastikkarte nicht vergessen.

     

    Die übliche Frage nach Tel. oder TV im Zimmer..........

    Dann mein Weg in die Station HNO-2 des Krankenhauses in 3. Stock des Gebäudes Anmeldung im Schwesternzimmer und auch hier sehr freundlich Begrüßung und die Aufforderung mal auf den Flur zu warten.

    Erste Untersuchung und Blutabnahme ..........dann Zuweisung eines Einzelzimmers super denn ich hatte da schon bedenken wegen des bougierens ist ja nicht jeder Bio-Frau zumutbar und für und ein tägliches muss.

    Also finde ich es richtig hier die Entscheidung Einzelzimmer um Privatsphären zu schützen.

     

    Koffer auspacken und alles verstauen dann warten auf das was noch an diesem Tag der Vorbereitung auf die Op. Auf mich zukommt.

    Es klopft und eine nette Dame hat einen Blumenstrauß für mich ach wie schön .........aber wer hat da denn so lieb an mich gedacht...........Ich mache die Karte auf und....... freue mich Susanne hat wieder mal an mich lieb gedacht und wünscht mir viel Erfolg für die anstehende OP., ich hole eine Vase und der Strauss begleitet mich mit seiner schönen Optik die ganze Woche ein schöner Optischer Farbpunkt.

     

    Erst mal kam um 12:30 Uhr das Mittagessen und danach am 15:00 Uhr die leitende Stationsärztin die mich über den bevorstehenden Eingriff aufklärte und ich müsste da auch  noch was unterschreiben „Risiken der Op.“

     

    Um 17:00 Uhr kam der Narkosearzt und auch hier wurden die Daten abgefragt und auch hier eine Unterschrift wegen den Risiken die bei der Narkose auftreten können.

     

    Dann noch um 17:30 Uhr Abendessen und mich Körperlich und psychisch auf die Op. vorbereiten.

    Von der Schwester hatte ich noch eine Beruhigungspille erhalten die bis 22:00 Uhr zu nehmen sei.

    Ich hatte durch den Narkosearzt erfahren das ich am nächsten Tag um 10:00 Uhr dran wäre.

     

    Ok die Pille dann geschluckt und nach 1 Std. etwas ruhiger eingeschlafen.

     

     

    Dienstag 19.11.2002

    Nächster Morgen 6:00 Uhr Fieber messen und Puls dann mich für die Op. vorbereiten Trombosestrümpfe anziehen und den berühmten Engelmacher anziehen und warten.

     

    Noch eine Beruhigungspille schlucken und um 10:00 Uhr wurde ich im Bett zum Op-Saal gebracht. Umsteigen in der Schleuse auf den Op.-Wagen.

     

     

    Ich werde nun komplett verkabelt Herz-Lungen Maschine künstlich Beatmung und ein Venenkatheder wird gelegt dann bekomme ich Sauerstoff mit einer Maske und der Narkosearzt spritzt jetzt die Dosis und die Wirkung setzt nach 10-15 sek. Ein ich schlafe selig ein................Filmriss..................

    13:00 Uhr Aufwachraum auch ich träume so schön und da ruft einer immer Frau Barth

    Hallo..........ich denke ist da was.........und werde wach.

     

    Ich liege da im Aufwachraum 1 Std. und werde um 14:30 Uhr von der Station wieder abgeholt und in mein Zimmer gefahren.

     

    Mein Hals fühlt sich geschwollen an und ich kann kaum schlucken, so liege ich nun da und hoffe das es mit dem schlucken besser wird.

     

    Ach ich musste noch auf’s WC und werde von 2 Schwestern dort hinbegleitet.

    Bin einfach noch zu wacklig.

     

    Ich bekomme Infusionen und ein Schmerzmittel und der Abend kommt. Um 22:00 Uhr verlange ich noch nach einem Schmerzmittel um die Nacht besser schlafen zu können.

     

    Nächster Morgen 6:00 Uhr Fieber messen und Puls und Blutdruck und  Trombosespritze dann Visite der Professor Hagen kommt persönlich und erkundigt sich.

    Alles gut bis auf das schlucken ist wie das schlimmste Halsweh und tut schon weh.

    Dann um 8:30 Uhr Frühstück und ein Tag im Bett mit viel lesen und Tee trinken die Infusionen sind nun weg und ich kann mich in der Station frei bewegen.

     

    Tee und Kaffee gibt es hier den ganzen Tag und ich übe mich im schlucken das mir jetzt etwas leichter fällt.

    Es ist immer übel wenn da ein Hustenreiz dazwischenkommt hört sich wie Hundegebell an.

     

    Wie üblich 12:30 Uhr Mittagessen und die totale ruhe eines Einzelszimmers, ich finde es ist schon gut aber ist fast Isolation und zu Glück habe ich das Radio dabei. Der Mittag vergeht mit lesen und SMS-Nachrichten lesen und schreiben .Da ich ja nicht mehr sprechen kann ist das jetzt eine Möglichkeit nachrichten von außen zu erhalten und auch welche zu verschicken.

    Ich möchte mich da ganz herzlich bei allen Bedanken die mich da nicht vergessen haben.

     

    Marisa, Susanne, Renate, Petra, Angelika, Martin und Elisabeth, Romana und Bernhard, Leonore und Dieter, Andrea, Peter, Nicole, Carola, Friedrich,

     

    und einfach alle andere die mir so lieb den Daumen gehalten haben.

    Das üblich und auch erwartete Abendessen kommt wie immer pünktlich um 17:30 Uhr und bietet eine willkommene Abwechslung.

     

    20:00 Uhr die Stationsschwester kommt und mein Rücken wird eingerieben und ich bereite mich für’s schlafen gehen vor.

    22:00 Uhr ich mache das Licht aus und versuche mal richtig durchzuschlafen gar nicht so einfach da ich oft Nacht’s aufwache weil ich so verschleimt im Mundraum bin und dadurch schlecht Luft bekomme, Da hilft nur Räuspern und immer Tee trinken alles schön feucht halten.

     

    Mittwoch 20.11.2002

     

    Und wieder wird es 6:00 Uhr üblich Morgenaktion und die Visite wieder mit Prof. Hagen und seinen Mitarbeitern.

     

    Untersuchung um 9:00 Uhr durchsicht meines Rachenraums und neues verbinden des

    Halses.

     

    Frühstück und Morgen verlaufen wie üblich auch sonst ist dieser Mittwoch ein tag auf der Station ich kämpfe weiter mit meinen Schluckbeschwerden und mache meine Rachenspülungen regelmäßig.

     

    Bougieren und Rachenspülungen jetzt mein täglich Brot.........

     

    Abendessen und um 20:00 Uhr das bekannte Rückeneinschmieren und dann Nachtruhe...........mit den immer noch störenden Phasen des aufwachens.

     

    Donnerstag 21.11.2002

     

    Ein Tag wie die letzten Tage Stationsalltag würde ich so was jetzt nennen. Alle warte auf’s Frühstück dann die übliche Untersuchung und dann wieder Mittagessen. Die Sache mit dem schlucken hat sich etwas gebessert und es tut nicht mehr so weh. Stimme ist weiterhin vollständig weg.

    Ich habe Mittlerweilen alle Zeitungen der Station durchgelesen und eine gewisse Langeweile macht sich breit.

    Ich hörte was das ich am Sonntag entlassen werde und bin froh.

    Bougieren und Rachenspülungen...............

    Abendessen bringt etwas Abwechslung in die Eintönigkeit des Mittags.

    ................... bekannte Rückeneinschmieren und dann Nachtruhe..........

    .

    Auch heute Nacht kein Durchschlafen möglich.

     

    Freitag 22.11.2002

     

    Morgentliches wecken und Ablauf wie alle Tage zuvor ich frühstücke und zähle die Tage die ich noch hier vor mir habe.

    Hoffentlich ist bald Sonntag und ich kann hier weg.

    Nicht weil es hier nicht auszuhalten ist sondern weil Home halt Home ist und ich jetzt eigentlich fit genug bin um nach hause zu gehen.

     

    10:00 Uhr es klopft an der Türe......die Stationsärztin kommt ins Zimmer und berichtet von einem Notfall den Sie hätte aufnehmen müssen und Sie dringend mein Zimmer bräuchte und ob es mit nicht’s ausmachen würde wenn Sie mich jetzt nach Hause schickt........

     

    Ich dachte ich hör nicht richtig .......Na klar Alexandra geht nach Hause. Ich stimme der Stationsärztin zu und beginne meine Sachen zu packen.

    Solche Zufälle........das baut mich richtig auf ich kann gehen,,,,,,,,super  um 11:30 Uhr bin ich fertig für die Heimreise. Ich verabschiede mich bei den Stationsschwestern und bedanke mich für die nette Art hier auf der Station.

    Sie bedauern es alle das ich schon gehe aber ich bin froh und mache mich auf den langersehnten Heinweg per Fuß bis zur nächsten S-Bahn Haltestelle ca. 800 m Fußweg mit meinem 15 kg schweren Koffer und dem Blumenstrauß von Susanne.

    Ich muss mehrmals anhalten da mir das Atmen schwer fällt aber die Heimat zieht und ich erreiche etwas KO die S-Bahnstation und fahre in Richtung Hauptbahnhof davon.

    Dort angekommen umsteigen und bis Endstation Marbach fahren denn dort steht mein Auto.

    Alles klappt trotz Luftknappheit wunderbar und ich erreiche mein Fahrzeug und steuere damit nach Hause.

     

    Jetzt zu Hause eigentlich der gleich Ablauf wie auf Station Rachenspülung........viel Tee....und viel Ruhe.

    Und natürlich eine Erwartungshaltung wie wird nun sich meine Stimme anhören..........

    Kann da heute 26.11.2002  noch nicht’s berichten denn das ganze soll ja 2-3 Wochen dauern.

     

    Also Geduld ich werde hier weiterberichten.............. und wenn sich was tut bescheid geben.

     

     

     

     

    Jetzt noch eine flüsternde Alexandra.........

     

    14.12.2002

     

    Klinikum Stuttgart

    Katharinenhospital

     

     

     

     

    1.Nachuntersuchung  am 14.12.2002 bei OA. Dr. Miethe

     

     

     

     

    Diagnosen:

    Noch schwache Stimme infolge der Botulinum-Toxinwirkung nach anlegen einer künstlichen Synechie zur Stimmerhöhung am 19.11.2002

     

    Frau Barth berichtet über etwa 3-wöchige Aphonie. Seit einigen Tagen sei der Stimmklang wieder stimmhaft, allerdings mit mehr Kraftaufwand, Nach längerer Sprechzeit klinge die Stimme voller.

     

    Wesentliche Befunde:

     Die Stimme klingt hauchig und kratzend mit einer Sprechhöhe bei „ f/g“ und einer Lautstärke von 60 dB.

     

    Die lupenlaryngoskopische Untersuchung:

    zeigt eine gut verwachsene Synechie am vorderen Drittel beider Stimmlippen. Der restliche Anteil ist nornmal beweglich. Während der Phonation bleibt ein relativ breiter Spalt offen.

     

    Stroboskopisch

    sind die Amplituden verkürzt und bds. Noch keine Randkantenverschiebungen erkennbar. Der supraglottische Bereich wird nicht eingeengt.

     

    Es dauert etwa 3 Monate, bis das BOTOX wieder abgebaut ist, so dass frühestens ab Februar 2003 wieder ein normaler Stimmensatz erwartet werden kann.

     

    Eine Kontrolle  hier ist für März/April vorgesehen.

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    OA. Dr. Miethe

     

     

     

     

     

       Stand Januar 2006

     

    Ich bekomme immer wieder Anfrage bezüglich meiner Stimme:

     

    Liebe Alexandra,

     

    mit großen Interesse habe ich auf deiner Homepage über deine Erfahrungen, betreffend der Stimmband OP in Stuttgart, gelesen.

    Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen ebenfalls die OP zu machen. Leider hatte die Logopaedie auch nach fleißigen Üben nicht den erwünschten Erfolg  gebracht.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir kurz schildern könntest, ob du mit deiner neuen Stimme zufrieden bist.

    Deine Antwort wäre mir sehr wichtig, zumal es nicht viele Frauen gibt die diesen Weg gewagt haben.

    viele freundliche Grüße aus .......

     

     

    Da ich auch das Problem mit der Stimme hatte und ich mich nicht bei jedem Satz oder Wort das ich sprach outen wollte habe ich 2002 entschlossen diese Stimmband_Op zu machen.

     

    Die Op liegt nun 3 Jahre zurück und wie gesagt ich habe seit dieser Maßnahme keinerlei Probleme mehr mit der richtigen Ansprache  am Tel. und sonstigen  anderen Gesellschaftlichen Ereignissen. Es ist für mich schon eine persönliche Erleichterung der Situation entstanden denn so ist ein Spannungspunkt weggefallen der mich persönlich schon gestört hat.

     

    Ich bin heute so mit meiner Optik und Stimme anerkannt Beruflich wie auch im privaten Umfeld und habe keinerlei Probleme mehr.

     

    Ich kann dir nur anbieten mich da mal anzurufen und selbst zu prüfen ob du mit dem Sprachresultat auch zufrieden bist.

     

    Bitte bei Interesse einer Hörprobe bitte meine Tel. per mail anfordern.

     

     

     

    Gruß aus dem Saarland

     

    Alexandra

     

       

      

       

     

     

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